LOVE IS LOVE

Jedes Jahr ergibt es sich, dass ich ein, zwei gleichgeschlechtliche Paare trauen darf. „Das ist sicher mega speziell.“ bekomme ich dazu oft zu hören, um dann enttäuschte oder verdutzte Gesichter zu sehen, wenn ich mit „Nein, überhaupt nicht.“ reagiere. Es ist aber so. Eine freie Trauung ist jedes Mal eine freie Trauung. Dabei steht das Paar im Mittelpunkt mit seiner Zuneigung, seinen „Insidern“ und Leidenschaften, seinen Hürden, die sie gemeistert haben und mit all seinen Erfahrungen, welche die beiden zu dem Paar gemacht haben, das sie sind. Keine Geschichte ist gleich wie die andere – und das ist keine Floskel – ich rede da aus meiner Erfahrung. Bei dieser Liebe zwischen zwei Menschen, die ineinander das Wunderbarste sehen und sich gegenseitig mit allen Ecken und Kanten zu nehmen wissen, da spielt es absolut keine Rolle, wer da vor mir steht: Es ist immer Mensch und Mensch – verbunden durch (wie es Coulson McLeod so schön sagt) diesen wundervollen mysteriösen Mörtel, der zwei Seelen zusammenkittet.

Es gibt allerdings tatsächlich Unterschiede zur Liebe von gemischt-geschlechtlichen Paaren, die leider allen meinen gleichgeschlechtlichen Paaren gemeinsam sind: Die Zurückhaltung in der Öffentlichkeit, die latente leichte Angst, jemanden zu brüskieren und der Kampf dafür, gleichberechtigt wie konventionelle Ehepaare leben zu können. Und das 2019 – das gibt mir wirklich zu denken.

Honeymoon Postcard

Ich lieeeeeebe ja Postkarten sowieso und wenn ich dann noch so herzliche Zeilen aus den Flitterwochen erhalte und erfahre, dass zwei Liebende noch jeden Tag an die wirklich unvergessliche Trauung zurückdenken und das 8 Monate nach dem Fest, dann bin ich total gerührt und auch geehrt, dass ich so einen tiefbleibenden Eindruck hinterlassen darf. Es macht mir auch stets bewusst, wie wichtig meine Rolle als Traurednerin ist und wie viel Schönes so eine gelungene und persönliche Trauung auslösen kann.

Herzensmomente

Sehr beliebt: Willkommensfeiern

In diesem Frühling habe ich das grosse Privileg, ganz viele herzige und beeindruckende kleine Persönchen im Kreis ihrer Familien willkommen zu heissen. Solche „freien Taufen“ erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit und für mich ist es natürlich besonders schön, wenn ich die Eltern zuvor bereits bei der Trauung begleiten durfte und so mit der Familie in Kontakt bleibe. Oftmals können sich die Gäste nicht viel vorstellen unter einer solchen Zeremonie, deshalb empfehle ich, ein Thema zu wählen, das den Eltern gefällt für ihr Kind oder mit einem Symbol zu arbeiten, das zum Charakter des kleinen Menschleins passt. Der Baum war bisher das beliebteste Symbol. Er gibt auf allen Ebenen sehr viel her: materiell, philosophisch-symbolisch und auch im konkreten Sinne, wenn es darum geht, das Erdenbürgerlein mit einer Erinnerungshilfe an den speziellen Tag zu beschenken. Aber es gibt natürlich noch ganz viele andere wunderschöne Themen für so eine Willkommens- oder Namensfeier, da berate ich gerne.

Meistens darf ich auch einige kleine Anekdoten aus dem bisher jungen Leben des Kindes zum Besten geben, was immer sehr herzlich und mit viel Schalk geschehen darf. Weiter dürfen natürlich auch die Paten in ihrem Amt bestätigt werden. Sie dürfen sich auch selber einbringen, wenn sie das möchten, ebenso Eltern, Grosseltern, Geschwister oder Kusinen. Wenn das gewünscht wird, zelebrieren wir auch eine kleine Handlung, bauen einen Leitspruch ein oder entfachen ein Lebenslicht für das Kind.

Im Übrigen ist es selten zu spät für so eine Feier. Auch eine Familienfeier, bei der zwei oder mehrere Kinder willkommen geheissen werden, ist sehr gut denkbar, denn die Geschwisterrolle ist auch eine ganz wichtige, welche unbedingt ebenfalls gefeiert werden darf.

musikalische Umrahmung

Wenn ich Eltern berate, die sich eine Willkommensfeier für ihr Kind wünschen, dann besprechen wir auch immer, welche Musik für die Zeremonie geeignet wäre. Unterdessen habe ich einige wirklich schöne Lieder entdecken dürfen, die sich hervorragend für eine solche Kinderfeier eignen, auch solche, bei denen man die Kinder der Gäste wundervoll miteinbeziehen kann. Heute bin ich allerdings wieder einmal über einen Song gestolpert, der mir direkt ins Herz ging und ich bin happy, dass er nun in einer Feier im April zum Einsatz kommt: DU ERINNERST MICH AN MEIN HERZ von Christina Stürmer

Übrigens gewinnt auch eine kleine Namensfeier unglaublich an Atmosphäre, wenn sie von Live-Musik umrahmt wird.
Meine absolute Spezialistin für solche Momente ist Flavia Zucca.

Dein schöner Abschied gab uns Trost

Liebe Anita, ich danke dir nochmals von ganzem Herzen dafür, was du für uns gemacht hast! Ich kann es selbst heute gar nicht richtig in Worte fassen. Es war soo schön!

Es hatte ja von Anfang an beim ersten Telefongespräch sehr harmoniert und ich wusste, dass das gut kommt. Das es so gut wird, hätte ich mir jedoch nie erträumen lassen.

Für deine ganze Hilfe, auch die Besprechung mit dem Hackbrettspieler, für deine Ideen und Inputs und dafür, dass du uns auch mit lieben Worten unterstützt hast, danke ich dir ganz herzlich!

Vor diesem Tag hatte ich schon ziemlich Bammel und ich hatte Angst, dass das ein ganz trauriger Tag wird. Du hast aus diesem schweren Tag aber einen Tag für mich gemacht, auf den ich mit so positiven Gefühlen zurückblicken kann!

In den letzten Tagen – wenn ich mal wieder traurig war – habe ich an deine Worte gedacht und es ging mir gleich wieder besser. Mit deiner wunderbaren Rede hilfst du uns allen, den Verlust von Mami viel erträglicher zu machen, der schöne Abschied gab uns Trost und lässt uns in eine positivere einfachere Zukunft blicken.

Es war unglaublich, wie vielsagend, tröstend, verständnisvoll, einfühlsam und umfangreich du Mamis Geschichte so authentisch erzählt hast und wir mit dir Mamis Lebensreise nochmals Revue passieren lassen konnten. Ich hätte dir noch stundenlangen zuhören können. Es kamen in den letzten Tagen noch etliche Komplimente der Trauergäste dazu. Die Frage kam ja auch, ob wir bzw. Mami denn dich schon länger kennen würden – du hast erzählt, als würdest du Mami schon lange kennen. Zwei meinten zu mir, sie hätten nicht geweint, weil es so traurig war, sondern weil es so ein schöner Abschied war.

Marcel über die Abschiedsfeier seiner Mutter im Februar 2019

Grüsse aus der ganzen Welt

In den ersten Monaten des Jahres erreichen mich zahlreiche Neujahrsgrüsse, Einladungen meiner Brautpaare (oftmals sind diese sehr hilfreich, da sie Aufschluss geben über den Stil oder allenfalls ein Motto oder einen Lieblingszitat verraten. Am meisten freuen mich aber immer Postkarten aus den Flitterwochen (vor allem, wenn es sich um Reiseziele handelt, die ich selbst noch nie bereist habe). Es ist eine Ehre, wenn in dieser einmaligen Zeit zu zweit nochmals an mich und meine Zeremonie erinnert wird. Dieses Jahr erreichten mich Grüsse aus Hawaii, Patagonien, aus dem hohen Norden und aus Neuseeland – 1000 Dank!
Und dann gibt es da noch die Post, die mir ganz speziell am Herzen liegt: Alle paar Wochen erreicht mich ein Geburtskärtchen, welches mir zeigt, dass meine Paare nach und nach Familienzuwachs erhalten: Willkommen ihr schnusigen neuen Erdenbürger!

Vorbereitungen für 2019

Meine sogenannte „Winterpause“ ist eine sehr intensive Vorbereitungszeit reich an detaillierten Gesprächen mit meiner Kundschaft. Nicht selten unterstütze ich ganz praktisch zum Beispiel mit witzigen oder herzlichen Gedanken und Wünschen, welche die Gäste in diesem Falle dem Kind im Rahmen seiner Willkommensfeier mitgeben, denn oftmals tun sich Gäste etwas schwer, ad hoc oder auch vorbereitend treffende und lustige Worte oder schöne Formulierungen zu finden.

Meine neue Webseite

Ich kann es kaum glauben, dass meine neue Webseite nun doch noch pünktlich zur Hochzeitsmesse Zürich fertig geworden ist!

Anregungen nehme ich jederzeit gerne entgegen! Viel Spass beim Durchstöbern und auf keinen Fall den youtube-Link ganz unten rechts verpassen 😉